Linksextremer Anschlag auf die S-Bahn – oder nur Kabelklau?

vor 6 Monaten

Linksextremer Anschlag auf die S-Bahn – oder nur Kabelklau?
Bildquelle: Tichys Einblick

Wenn Berliner Behörden zu möglichen Anschlägen auf die Infrastruktur erst lange Schweigen, und dann nur Stück für Stück Fakten herausrücken, wird einem die Volksweisheit bewusst: Wer’s glaubt, wird selig.

Womöglich auch im Fall des Anschlags auf die Signalnetze der Berliner S-Bahn zu Wochenbeginn, der den Hauptstadtverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse für Zehntausende Bahnkunden im Bereich Gesundbrunnen fast drei Tage lahmlegte. Eine Schlagader im Herzen Berlins war unterbrochen, doch kaum einen Journalisten interessierte es anfangs wirklich.

Am vergangenen Sonntagabend ab circa 21:30 Uhr fuhren die Bahnen nur im Schritttempo oder standen auf der Strecke zwischen Nordbahnhof-Gesundbrunnen-Bornholmer Straße herum.

Ab Montagfrüh war der durchgehende Verkehr komplett unterbrochen. Der Lokalsender rbb erwähnte das nur kurz in den Nachrichten oder dem Verkehrsfunk. Selbst nach 15 Stunden gab es für die Berliner keine Aufklärung über die Ursachen. Dabei genügte ein Anruf bei der S-Bahn und journalistischer Instinkt, um die merkwürdigen Umstände der „Signalstörung im Bahnverkehr“ herauszufiltern.

Tichys Einblick erkundigte sich am Montag gegen 10 Uhr nach den möglichen Ursachen. Die Bahnsprecherin wiegelte zunächst ab, man wisse die Ursachen nicht. Damit hatten sich wohl Agenturjournalisten schnell abgefunden oder lokale Medien noch nicht mal die S-Bahn-Pressestelle gefragt. Auf mehrfache TE-Nachfrage, ob denn Polizei oder Bahnsicherheit ermitteln, musste die Bahnsprecherin dann einräumen, dass Sicherheitsbehörden tätig sind.

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