Alexander Schweitzer: Eiertanz mit Markus Lanz

vor 8 Monaten

Alexander Schweitzer: Eiertanz mit Markus Lanz
Bildquelle: Tichys Einblick

Das Beste an diesem Abend liefert Markus Lanz gleich selbst: Nach den Ausschreitungen von Gießen stellt er die Frage, warum die Gesellschaft nur so gespalten ist. Ausgerechnet er, der regelmäßig „Vier gegen Willi“ spielt, der Gäste mit der falschen Meinung gern mal an den Pranger stellt und öffentlich zerfleischen lässt, ausgerechnet er diagnosiziert nun eine Verrohung. Legendär seine medialen Folterstunden, ob mit Ulrike Guérot, Beatrix von Storch oder Tino Chrupalla. Schrecklich nun der orchestrierte linke Mob, der in 200 Bussen nach Gießen gekarrt wurde, die Stadt und Zufahrtstraßen teilweise in ein Schlachtfeld verwandelte.

„Viele waren dort, die hatten ein sehr berechtigtes Anliegen“, sagt Lanz, und schon dieser Satz zeigt, dass er das Grundproblem gar nicht erfasst hat. Proteste gegen die Gründung einer Partei-Jugendorganisation, ja der Versuch, dies zu verhindern, sind für ihn im Grundsatz also „sehr berechtigt“.

Immerhin erwähnt er: Vertreter anderer Medien (wie beispielsweise TE, d. Red.) seien sogar tätlich angegriffen worden, ebenso AfD-Politiker. Auch diese Tatsache scheint Vorzeige-Journalist Lanz noch gar nicht mitbekommen zu haben. Er glaubt, Ronzheimer meine den Spritzen-Angriff auf Tino Chrupalla von vor ein paar Jahren.

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