Sie sterben fast lautlos. Oft wird das nahe Ende nur mit einer Notiz auf einem kleinen, handgeschriebenen Zettel im Schaufenster oder an der Eingangstür angekündigt. Dass man nach vielen Jahrzehnten oder mehreren Generationen den Betrieb schließe. Vielleicht wird noch auf die Gründe eingegangen: kein Nachfolger, Personalmangel, zu hohe Miete … Obligatorisch der Dank an die Kundschaft für langjährige Treue. Das wars dann.
Metzgereien haben in Deutschland kaum noch Überlebenschancen. Und das ist keine Schwarzmalerei, sondern bittere Realität. Nach und nach, aber ziemlich konstant verschwindet das Metzger-Handwerk von der Bildfläche, und damit auch ein gutes Stück Esskultur aus unserem Land. Gab es im Jahre 1996 in Deutschland noch rund 22.100 Meisterbetriebe, sind davon bis heute nur noch rund 10.055 übriggeblieben. Tendenz weiter fallend. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird es laut einer Einschätzung des „Bundesverband der Regionalbewegung“ schon in gut zehn Jahren in Deutschland keine Fleischerhandwerksbetriebe mehr geben. Deutschland als Metzger-freie-Zone?
Gründe dafür gibt es viele, die meisten sind so hausgemacht wie die Wurst bei einem guten Fleischer. Ganz oben auf der Liste steht die mangelnde Attraktivität des Metzgerberufes, der, wie alle Handwerke nicht nur über viele Jahre schlechtgeredet wurde, sondern nicht in eine Zeit passt, in der das Leistungsprinzip, und damit das Rückgrat jeder Wirtschaft, unter Verdacht steht, den einen oder anderen zu benachteiligen, für Seele und Körper belastend zu sein und am Ende mit unzumutbaren Arbeitszeiten das vermeintlich ruhige Leben zu stören. Arbeit als erfüllender Lebensinhalt steht generell unter Verdacht.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










