„Ab nach Hause“

vor 3 Monaten

„Ab nach Hause“
Bildquelle: Tichys Einblick

Ahmed al-Sharaa ist kürzlich in Berlin mit diplomatischen Ehren empfangen worden. Nicht nur Kanzler Friedrich Merz, sondern auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schüttelten dem Mann die Hand: also einem Vorzeige-Terroristen, dessen Milizen tausende unschuldige Zivilisten ermordet und gezielt Massaker an Frauen und Minderheiten verübt haben.

Gerald Grosz konnte das nicht wissen, als er sein Buch schrieb. Es heißt „Ab nach Hause“. Aber die schändlichen Szenen vom Besuch des syrischen Machthabers in Deutschlands Hauptstadt geben den 180 Seiten des österreichischen Star-Autors noch einmal eine ganz besondere Wucht.

Grosz schreibt über Remigration. In eigenen Gedanken und durch Interviews mit prominenten Politikern und Publizisten legt er die wirkliche Substanz des Begriffs frei. Das ist natürlich eine völlig andere als jene, die von der linken Gesinnungsblase im deutschen Sprachraum kurzerhand erfunden wurde.

Auch wenn es einem nicht gefallen mag: Die als Schreibstube getarnte Aktivisten-NGO „Correctiv“ hat es geschafft, in Zusammenhang mit dem Treffen konservativer Kreise in Potsdam den Debatten-Zug völlig zum Entgleisen zu bringen. Die Diskussion wurde in ein Thema getrieben, das bestenfalls nebensächlich ist. Die wichtige Frage ist nicht, was wir mit Menschen machen, die unsere Gesellschaft ablehnen und ihr mitunter gewalttätig feindlich gegenüberstehen – die wir aber schon eingebürgert haben.

Die wichtige Frage ist: Was machen wir mit den Millionen anderen, die sich nicht integrieren und die noch nicht eingebürgert sind?

Diese Frage ist nicht verfassungsfeindlich – ganz egal, von welcher Seite aus man sie stellt. Herbert Kickl will das Wort „Remigration“ deshalb nicht den Linken überlassen. Der Chef der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ (FPÖ) formt den Begriff offensiv selbst – und liefert eine Definition, die er immer und überall wiederholt:

„Rückkehr von Flüchtlingen in die Heimat nach Wegfall des Fluchtgrundes nach der Genfer Flüchtlingskonvention; freiwillige Ausreise oder Abschiebung rechtskräftig negativ beschiedener Asylwerber; Abschiebung straffällig gewordener Ausländer.“

Die Rechte, schreibt Grosz, muss dem linken Zerrbild von „Remigration“ eine eigene Idee entgegenstellen.

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