80 Millionen Euro Kosten für Grenzkontrollen: Soll & Haben!

vor 11 Monaten

80 Millionen Euro Kosten für Grenzkontrollen: Soll & Haben!
Bildquelle: Deutschland Kurier

Rund 80 Millionen Euro haben die vor knapp einem Jahr eingeführten Grenzkontrollen nach Angaben der Bundesregierung bis Juni 2025 gekostet. Aus rein buchhalterischer Sicht eine lohnenswerte Investition, die den deutschen Steuerzahlern hunderte Millionen Euro Ersparnis gebracht haben dürfte, wenn man Soll und Haben vergleicht.

Unter anderm die ARD-„Tagesschau“ verbreitete die Zusatzkosten für die Bundespolizei mit genüsslichem Unterton: Seit Mitte September werde an den deutschen Landesgrenzen stärker kontrolliert, das habe insgesamt 80,5 Millionen Euro zusätzlich gekostet. Grund dafür seien Übernachtungen von Beamten in Hotels, Verpflegung und Überstundenzulagen. Dabei hätten die Überstunden allein von Mitte September 2024 bis Ende Juni dieses Jahres 37,9 Millionen Euro gekostet. Subkutan sollte hier wohl durchklingen: Zu teuer, Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis! Nun ist es eine Binsenweisheit, dass zusätzliche Aufgaben immer auch zusätzliche Kosten bedeuten – übrigens auch bei der Kontrolle der sogenannten und ziemlich absurden „Waffenverbotszonen“.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) hat bezüglich der Grenzkontrollen jetzt eine erste, allerdings nur vage Rechnung nach Soll und Haben aufgemacht. Sie hält in ihrem Kommentar dagegen, dass die rund 80 Millionen Euro Zusatzkosten angesichts eines Etats der Bundespolizei, der 2026 auf 4,6 Milliarden steigen soll, nicht wirklich ins Gewicht fallen. Tatsächlich machen die Zusatzkosten für Grenzkontrollen gerade einmal einen Euro pro Einwohner aus – im Verhältnis zu der noch vom alten Bundestag gebilligten Schuldenaufnahme von einer Billion Euro ist das nicht einmal die sprichwörtliche Portokasse.

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