„Zonar“-App soll Bürger vor Bußgeldern im Messerverbots-Dschungel schützen

vor 8 Monaten

„Zonar“-App soll Bürger vor Bußgeldern im Messerverbots-Dschungel schützen
Bildquelle: NiUS

Der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) hat eine eigene App vorgestellt, die Bürger über Waffen- und Messerverbotszonen in Deutschland informieren soll. Die Anwendung mit dem Namen „Zonar“ zeigt an, wenn sich Nutzer in einer dieser Zonen befinden, und stellt die zugehörigen Verordnungen bereit. Nach Ansicht des VDB soll sie nicht für die Zonen werben – sondern auf deren Absurdität hinweisen.

„Mit der App wollen wir allen Bürgern vor Augen führen, wie absolut sinnlos diese sogenannten Waffenverbotszonen sind“, erklärte VDB-Präsident Michael Blendinger. „Das Führen von Waffen in der Öffentlichkeit ist ja schon verboten.“ Die Vielzahl an teils widersprüchlichen Regelungen führe dazu, dass selbst Fachleute kaum noch den Überblick behielten.

Nach Angaben des Verbands gibt es in Deutschland kein einheitliches System: Waffen- und Messerverbote können sich auf das Waffengesetz (§ 42 Abs. 5 WaffG), Allgemeinverfügungen der Bundespolizei oder landesrechtliche Regelungen stützen. Manche gelten nur abends, andere an Wochenenden, wieder andere in Bahnhöfen, Bussen oder ganzen Innenstädten. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

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