Zehn Verdachtsfälle von Sabotage an der Bundesmarine seit 2025

vor etwa 2 Monaten

Zehn Verdachtsfälle von Sabotage an der Bundesmarine seit 2025
Bildquelle: Apollo News

Ein zwei Zentimeter breiter Schlitz in einer Tankleitung, der Ende Februar zufällig an Bord der Fregatte „Rheinland-Pfalz“ im Hafen von Wilhelmshaven entdeckt wurde, ist nach interner Einschätzung der Bundeswehr offenbar auf eine vorsätzliche Beschädigung zurückzuführen. Zunächst war man von einem einfachen technischen Defekt ausgegangen. Nun berichtet Correctiv unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise, dass es sich um einen Akt der Sabotage handeln könnte.

Der Vorfall ist kein Einzelfall; die Liste dieser möglichen Sabotageakte ist lang und offenbart eine gewisse Verwundbarkeit. Seit Anfang 2025 wurden laut Correctiv insgesamt rund zehn mögliche Sabotagevorfälle bei der deutschen Marine entdeckt. Fünf davon betrafen kleine, wendige Kriegsschiffe für flache Gewässer, sogenannte Korvetten.

Die Bundeswehr bestätigt die veränderte Lage. „Prinzipiell können wir Ihnen bestätigen, dass sich die Bedrohungslage für seegehende Einheiten in Werften sowie für im Bau befindliche Einheiten der Marine aufgrund mehrerer Sabotageverdachtsfälle verändert hat“, sagte eine Sprecherin zu Correctiv. Man nehme die Entwicklung sehr ernst, hieß es dazu weiter.

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