Viele Amtsträger in kirchlichen Positionen haben sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in den Wahlkampf eingemischt und sich dabei deutlich gegen die AfD ausgesprochen. Zuletzt hatte sich auch Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, betrübt über den hohen Wahlerfolg der AfD geäußert (Apollo News berichtete). Doch ein Kardinal mahnt zur Zurückhaltung: Bischöfe sollten sich grundsätzlich aus der Parteienpolitik heraushalten.
„Sie dürften ihre geistliche Vollmacht keinesfalls zugunsten oder zuungunsten einer einzelnen politischen Partei in die Waagschale werfen“, warnte Kardinal Gerhard Ludwig Müller die deutschen Bischöfe vor einer parteipolitischen Einmischung. Geistliche Autorität dürfe nicht für politische Zwecke eingesetzt werden, betonte er weiter in seinem Kommentar für das katholische Medium kath.net.
Auch die pauschale Kritik an der AfD weist Müller zurück. Einer Partei und ihren Wählern von vornherein „völkisches Rassedenken“ zu unterstellen, sei eine „unbewiesene Tatsachenbehauptung“. Es sei kaum vorstellbar, dass Millionen deutscher Bürger eine solche Ideologie übernommen hätten, die dem christlichen Menschenbild widerspreche.
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