ZDF-Moderator Wulf Schmiese kennt bei Linken-Chefin Ines Schwerdtner keine Samthandschuhe. Jede Frage gleicht einer Einladung zum Offenbarungseid. Und die Linke nimmt jede einzelne nur zu gern an. Ahnungslos und unbedarft redet sich Schwerdtner um Kopf und Kragen. Selten hat sich eine Parteivorsitzende so schnell und effizient selbst zerlegt. Und den (angeblichen) politischen Gegner gleich mit.
Dass die CDU keine konservative Partei mehr ist – geschenkt, keine wirkliche Neuigkeit. Doch wie weit die Bereitschaft zur Selbstaufgabe reicht, zum Verrat an allen Idealen der eigenen Partei, dazu bedurfte es dann tatsächlich eines sommerlichen Gesprächs mit einer ahnungslosen Linken. Die plauderte so ungeniert drauf los, dass zwischen München (Söder) und Berlin (Merz) die Telefondrähte geglüht haben dürften.
Schmiese nimmt das Garn auf: „Jeder weiß, im politischen Berlin ist ein Geben und Nehmen. Also: Sie werden doch was gefordert haben, oder nicht?“ Schwerdtner sitzt in der Falle: „Ja, das werde ich Ihnen jetzt aber nicht erzählen“, antwortet sie nichtsahnend. „Aha, aber Sie haben was gefordert“, sagt Schmiese zufrieden. Nur, um Schwerdtner die Gelegenheit zu geben, sich weiter unnötig in Details zu verstricken: „Wir haben darüber gesprochen, dass wir bei kommenden Mehrheiten, wo es eine Zweidrittelmehrheit braucht, muss die Union mit uns sprechen. Das ist jetzt bei den Bundesverfassungsrichtern so, das ist jetzt bei der Schuldenbremse so, bei jeder Abstimmung, die eine Zweidrittelmehrheit braucht. Da können die Unvereinbarkeitsbeschlüsse haben, wie sie wollen, müssen sie mit uns sprechen. Wenn die CDU dazu nicht in der Lage ist, dann kann sie nicht regieren.“
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