Nicola Albrecht berichtet nicht mehr für das Zweite Deutsche Fernsehen aus New York. Wegen „schwerer Verstöße gegen ZDF-Richtlinien und journalistische Standards“ hat die Anstalt ihre Korrespondentin mit sofortiger Wirkung abberufen.
Es ist die erste personelle Konsequenz nach dem Mega-Skandal um gefälschte Nachrichten im Zweiten. Albrecht hatte sich die angebliche Angst von Kindern vor Festnahmen der US-Einwanderungsbehörde ICE als Thema vorgenommen.
Eine erste Version ihres Beitrags lief vor einer Woche im „Mittagsmagazin“ und war nach ZDF-Angaben „nicht zu beanstanden“. Für das „Heute Journal“ zwei Tage später wurde der Beitrag – aus nach wie vor ungeklärten Gründen – dann aber verändert. Jetzt enthielt er auch zwei Videoszenen aus dem Internet.
Das fiel auf. Nicht dem ZDF, wohlgemerkt, aber Zuschauern. Zunächst teilte die Anstalt daraufhin mit, dass tatsächlich KI-generierte Bilder verwendet wurden. Die nach den Sender-internen KI-Regeln vorgeschriebene Kennzeichnung habe man „aus technischen Gründen“ versäumt. Selbst das wurde nicht transparent korrigiert: Erst wurde die Sendung kommentarlos gelöscht – und dann mit leichten Korrekturen ebenso kommentarlos wieder in die Mediathek gestellt.
Erst später räumte die Anstalt viel weiter reichende Fehler ein, nämlich auch die Verwendung von uralten Archivbildern als aktuelles Material.
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