„Haus der Kulturen der Welt“: Böhmermann stellt seine Einstellung aus

vor 10 Monaten

„Haus der Kulturen der Welt“: Böhmermann stellt seine Einstellung aus
Bildquelle: Tichys Einblick

Jan Böhmermann „kuratiert“ eine ganze Ausstellung in Neu Versailles. In der Nähe des Kanzleramtes. Der Mann will hoch hinaus. Er ist ja schon fast Kanzler, nämlich Komiker im ZDF. Auf alle Fälle hat er es nicht mehr weit zu seinem neuen Freund Wolfram Weimer, den einige, die viel zu konservativ zum Denken sind, für konservativ halten.

Auch hat Böhmermann Böhmermann-Geschmack bewiesen. Denn für die Ausstellung seiner Einstellung „Die Möglichkeit der Unvernunft“, die bis zum 19. Oktober in einer Mischung aus Konzerten und ausgestellten Exponaten, die Kunst durch Schlagzeilen im Gebäude und außerhalb des Gebäudes ersetzt, hat sich der Gebührentausendsassa das hässlichste Bauwerk Berlins ausgesucht, von Ur-Berlinern „schwangere Auster“, von den progressiven Kräften in typisch rotgrünberliner Bescheidenheit „Haus der Kulturen der Welt“ genannt. Unter Welt wird ausschließlich die Geisterbahn linken Irrationalismus’ verstanden und unter Kultur der Kulturbeutel woker Hygiene.

Wer überall Korridore sieht, schafft es eben aus seiner miefigen Wohnung oder seinem piefigen Sender nicht heraus. Man könnte ihm auch mit Hölderlin zurufen: „Komm ins Offene“, allein man würde ihn dann duzen. Lustig ist, dass Böhmermann nicht erkennt, dass jede seiner Sendungen einen Angriff auf die Meinungsfreiheit versucht. Kritik an Böhmermann versteht Böhmermann als Angriff auf die Demokratie und auf die Freiheit, denn Böhmermann verwechselt sich in seinem Größenwahn mit der Demokratie. Über Leute wie Böhmermann hat ein wirklicher Kabarettist, nämlich Werner Finck bereits gespottet: „Man kann ja alles sagen, was man denkt, man muss nur das Richtige denken.“ Und richtig denkt, wer wie der rosabemützte Intendant des Hauses der Kulturen der Welt (HKW) Bonaventure Soh Bejeng Ndikung oder eben wie Jan Böhmermann denkt.

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