Wohnungsnot ist Handarbeit

vor 4 Monaten

Wohnungsnot ist Handarbeit
Bildquelle: Tichys Einblick

In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) spricht von einem neuen Tiefpunkt beim Wohnungsneubau. Insgesamt ist die Zahl an Neubauwohnungen auf unter 200.000 gefallen. Damit würde derzeit nur etwa halb so viel gebaut, wie eigentlich nötig wäre, um den Wohnraumbedarf zu decken, erklärt der Chef der IG BAU, Robert Feiger, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Wohnraum wird immer knapper; wenn schon heute nur noch halb so viel gebaut wird wie nötig, wird die Lücke Jahr für Jahr weiter wachsen. Die Folgen tragen vor allem arbeitende Menschen, die das System aufrechterhalten. Sie müssen sich dann fragen, wie sie die ohnehin schon hohen Preise an der Tankstelle und die dank Heizhammer steigenden Energiepreise noch stemmen sollen. Wenn dann noch höhere Mieten hinzukommen, wird Wohnen zunehmend zur Belastung.

Von 23 Millionen Mieterhaushalten haben absurde 11 Millionen einen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Das entspricht etwa der Hälfte der gesamten Mieterhaushalte in ganz Deutschland. Es gibt bundesweit jedoch nur rund eine Million Sozialwohnungen.

So ist es Folge des aufgeblähten Sozialstaats, dass jeder vierte Haushalt in Deutschland eine Sozialwohnung beziehen soll. Das ist nicht leistbar.

Ein weiteres Problem mit den Sozialwohnungen: Einmal eingezogen müssen die Bewohner nie wieder einen Einkommensnachweis leisten und sind unkündbar. Langfristig sind Sozialwohnungen oftmals also nichts anderes als Subventionen für Menschen, die eigentlich keine Hilfe mehr brauchen. Für diese Personen ist sie faktisch eine billige, von anderen bezahlte Eigentumswohnung.

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