Die Elfenbeinküste kam nach Toronto wie ein frisch polierter Geländewagen aus Abidjan: breit in der Brust, herausgeputzt im Auftreten und überzeugt davon, dass Deutschland an diesem Abend höchstens Statist im eigenen Film sein würde. Und kaum zu glauben: Zunächst sah es tatsächlich danach aus.
Der deutsche Motor stotterte wie ein alter Diesel an einem kalten Wintermorgen auf der Schwäbischen Alb. Die Abwehr wirkte nicht sattelfest, eher wie eine Gartenpforte bei Windstärke acht. Man stand da, schaute zu und reagierte. Mitunter beinahe phlegmatisch. Gewiss, die DFB-Elf präsentierte ein paar einstudierte Spielzüge. Hübsch anzusehen, fast wie Origami. Nur leider oft ebenso berechenbar wie der Wetterbericht für die Sahara.
Nach dem souveränen Verputzen von Curaçao war dies der erste richtige WM-Test. Und die DFB-Elf wurde gefordert wie selten zuvor.
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