Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, warnt vor hartnäckigen wirtschaftspolitischen Mythen. In seiner aktuellen Kolumne zieht er eine Linie von historischen Fehlannahmen über die Pyramiden und Albert Einstein bis zu Schuldenpolitik, Mietpreisbremse und Rentenreform. Seine Botschaft: Viele politische Versprechen seien keine modernen Lösungen, sondern „bloß Neuauflagen alter Irrtümer“.
Manche Irrtümer halten sich über Generationen. Sie werden weitererzählt, geglaubt, verfilmt, ausgeschmückt – und irgendwann gelten sie als Wahrheit. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, beginnt seine neue Kolumne deshalb mit widerlegten Märchen. Beispiele?
Albert Einstein
Für Steiger ist das mehr als eine historische Anekdote. Die Dynamik, dass Menschen hartnäckig an Überzeugungen festhalten, obwohl diese längst widerlegt seien, zeige sich auch in der Wirtschaftspolitik immer wieder. Kaum etwas veranschauliche das besser als Henry Hazlitts 1946 erschienenes Buch über die 24 wichtigsten ökonomischen Regeln. Hazlitt habe damals wirtschaftliche Irrtümer vom Mindestlohn über Zins- und Preismanipulationen bis zu Protektionismus und Branchenrettungen dekonstruiert.
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