Im ostwestfälischen Detmold wird der Ausbau der Windenergie in deutschen Wäldern weiter vorangetrieben. Auf dem Höhenzug Gauseköte plant der Betreiber Westfalenwind sieben neue Anlagen, die allesamt 250 Meter hoch sein werden. Hoch genug, um sogar das nahegelegene Hermannsdenkmal zu übertrumpfen. Doch nicht nur der Angriff auf eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler nährt den Widerstand gegen das Vorhaben – auch die Umweltzerstörung stößt vielen Ostwestfalen sauer auf. NIUS war vor Ort und hat mit Gegnern des Vorhabens gesprochen.
Als sich ein Verband aus germanischen Stämmen unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius im Jahr 9 n. Chr. zusammenschließt, um gemeinsam gegen die Legionen des römischen Statthalters Varus zu kämpfen, ist die Natur des Teutoburger Waldes noch unberührt. Im Dickicht des Waldes lassen Arminius und seine Schar den Römern keine Chance.
Über 2000 Jahre später muss sich der Cherusker, zumindest in Form seines Denkmals, wieder gegen äußere Feinde behaupten: In fünf Kilometern Entfernung, auf der Detmolder Gauseköte, sollen die Windkraft-Anlagen noch in diesem Sommer entstehen. Aus bis zu 15 Kilometern wären die Räder jeweils sichtbar.
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