Die kurdischen Milizen im Irak bereiten sich auf eine Bodenoffensive im Iran vor, wollen aber noch nicht eingreifen. Das ist die eine Nachricht, die man hört. Die andere lautet, sie hätten schon angegriffen. Von kurdischen Gruppen und US-Beamten sind widersprüchliche Botschaften zu hören. Eine Sprecherin der kurdischen Freiheitspartei (PAK) sagte, man wolle zunächst darauf warten, dass die USA den Iran weiter militärisch schwächen, vor allem im Luftraum, berichtet die BBC.
Der Iran warnte die irakischen Kurden am Freitag in einem schriftlichen Statement vor der Einmischung in den Konflikt: „Sollte ihre fortgesetzte Präsenz und ihre Verschwörungstätigkeit geduldet werden oder sollten diese Gruppen oder Elemente des [zionistischen] Regimes über die Region in das Gebiet der Islamischen Republik eindringen, werden alle Einrichtungen der Region Kurdistan im Irak […] massiv angegriffen werden.“
Ein kurdischer Beamter sagte gegenüber Axios, dass die Kurden über keine Luftabwehr verfügten. Dementsprechend brauche es keine Raketen, sondern lediglich 200 Drohnen, um den Milizen zu schaden. Sechs große kurdische Parteien haben sich im Irak zusammengeschlossen, um die politische und militärische Arbeit besser koordinieren zu können. Der Vorsitzende der Komala-Partei, Abdullah Mohtadi, betonte gegenüber der Zeit, dass man „unsere Kräfte nicht zur Schlachtbank” schicken werde. Man werde erst eingreifen, wenn keine Gefahr für Massaker seitens des Mullah-Regimes bestehe. Sollten die USA aber eine Bodenoffensive starten, wäre man bereit, sich zu beteiligen.
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