Wer ist eigentlich US-Außenminister Marco Rubio?

vor 7 Monaten

Wer ist eigentlich US-Außenminister Marco Rubio?
Bildquelle: NiUS

Vom Sohn kubanischer Einwanderer zum mächtigsten Diplomaten der Vereinigten Staaten: Marco Rubio verkörpert einen disziplinierten politischen Aufstieg. Nur Henry Kissinger vereinte einst ähnlich viele Machtpositionen: Marco Rubio ist heute zugleich US-Außenminister und kommissarischer Nationaler Sicherheitsberater. Der Republikaner gilt als wandlungsfähig. Das zeigt sich auch im Verhältnis zu Donald Trump.

Rubios Karriere ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines langfristig aufgebauten politischen Profils. Als Donald Trump Marco Rubio im Januar 2025 zum Außenminister ernannte, fiel die Reaktion in Europa auffallend nüchtern aus. Rubio gilt als erfahren, berechenbar und institutionell verankert – als jemand, der die NATO kennt, transatlantische Codes versteht und nicht aus dem Kreis der lautesten Trump-Loyalisten stammt. Doch dahinter steckt mehr. Rubio ist kein Gegengewicht zu Trump. Er ist ein Machtpolitiker, der sich über Jahre auf diese Rolle vorbereitet hat – und der Trumps Politik heute effizient organisiert.

US-Außenminister Marco Rubio

Marco Rubio wurde 1971 in Miami geboren. Seine Eltern waren 1956 aus Kuba in die USA eingewandert, drei Jahre vor der Machtübernahme Fidel Castros. Der Vater arbeitete als Barkeeper, die Mutter als Kassiererin und Zimmermädchen. Die US-Staatsbürgerschaft erhielt die Familie erst 1975, vier Jahre nach Rubios Geburt.

Seine Herkunft ist für Rubio mehr als ein biografischer Hintergrund. Sie bildet den Kern seiner politischen Weltsicht. Sein ausgeprägter Antikommunismus und seine harte Haltung gegenüber Kuba, Venezuela und Nicaragua haben viel mit der Geschichte seiner Familie zu tun. In Interviews verweist Rubio regelmäßig auf die Gespräche mit seinem Großvater, der den Umbruch in Kuba miterlebt hatte und die USA als freiheitliches Gegenmodell verstand.

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