Abmahnung gegen Merz, Spuren verwischt: Weimer warb mit Kanzler-Zitat für eigenen Gipfel

vor 9 Monaten

Abmahnung gegen Merz, Spuren verwischt: Weimer warb mit Kanzler-Zitat für eigenen Gipfel
Bildquelle: NiUS

Rechtsanwalt Markus Haintz hat den Bundeskanzler abgemahnt. Der zentrale Vorwurf lautet, Merz habe mit seinem Staatsamt für eine privatwirtschaftliche Veranstaltung geworben. Inzwischen ist die Bezeichnung „Bundeskanzler“ unter dem Statement gelöscht.

Der Fall um die Weimer Media Group erreicht nun die Spitze der Bundespolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz und weitere hochrangige Politiker stehen in der Kritik, weil sie mit ihrer Amtsbezeichnung als Testimonials für den privatwirtschaftlich organisierten „Ludwig-Erhard-Gipfel“ aufgetreten sind – eine Veranstaltung, die sich selbst als „deutsches Davos“ inszeniert und von der Weimer Media Group durchgeführt wird. Wolfram Weimer ist inzwischen in die Politik gewechselt, hält aber weiterhin die Hälfte der Anteile der Weimer Media Group.

Das Geschäftsmodell Weimers besteht darin, wirtschaftliche Kontakte in die Politik zu vermitteln, etwa über den Ludwig-Erhard-Gipfel. Er wird von der Weimer Media Group veranstaltet, ist keine staatliche, keine parteiliche und keine halbstaatliche Konferenz, sondern ein privatwirtschaftliches Netzwerk- und Medienevent, das sich politischer Prominenz als Zugpferd bedient und durch Sponsoren und Teilnehmer finanziert wird. Karten kosten mindestens viele hunderte Euro. Ein „Early Bird 3-Tagesticket Ludwig-Erhard-Gipfel 2026 mit Gipfelnacht“ kostet 2.595,00 Euro.

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