Weihnachten muss Weihnachten bleiben

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Weihnachten muss Weihnachten bleiben
Bildquelle: NiUS

Frank-Ulrich Montgomery war einmal der Präsident der Bundesärztekammer. Im trüben November des Jahres 2020 fuhr der Zorn in den Funktionär, und aus Montgomery brach es heraus: „Das Virus kennt kein Weihnachten.“ Das Corona-Virus suche sich seine Opfer „täglich da, wo es sie findet“. Darum könne Weihnachten ohne Kontaktbeschränkungen zum „Fest mit Todesrisiko“ werden.

Ich musste tief durchatmen, als ich diesen Tiefpunkt in der langen Liste der Anmaßungen und Albernheiten zur Pandemiezeit noch einmal las. Es war eine schlimme, eine freiheitsfeindliche Zeit. Vielleicht richtete sich deshalb der unheilige Zorn des Funktionärs auf Weihnachten. Dort nämlich wird freudig und meist in Gemeinschaft der „Geist der Freiheit“ zelebriert.

Das Weihnachtsfest unter Corona-Auflagen ist eine der absurdesten Episoden in der Geschichte des Festes.

Diese Formulierung fand zumindest der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton. Er schrieb derart viele Betrachtungen zu Weihnachten, dass sie mehrere Bücher füllen. Chesterton fragte nach dem Geist von Weihnachten ebenso wie nach seinen Feinden, fragte nach dem Sinn von Weihnachten in der Gegenwart und auch nach der politischen wie theologischen Botschaft.

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