Was bin ich froh, dass ich kein Linker bin! Ich darf Hände schütteln, mit wem ich will. Ich darf sogar Linken meine Hand geben. In Duisburg auf dem Schützenfest habe ich tatsächlich Bärbal Bas die Hände geschüttelt, ohne dabei die kindliche Allmachtsphantasie gehabt zu haben, damit der Steigbügelhalter für den Sozialismus zu sein.
Was bin ich froh, dass ich kein Linker bin! Ich darf Personen einordnen, wie ich will und es begründen kann. Ich darf die sozialistische Ikone Che Guevara als Schwerverbrecher verachten, weil er als Minister in Kuba politische Gegner ermorden ließ. Ich darf Aussagen von Saskia Ludwig gut finden. Ich darf dankbar gegenüber Alice Weidel sein, weil sie am 7.4.2022 im Bundestag eine vorzügliche Rede gegen die allgemeine Impfpflicht hielt und mit dem freiheitsstärkenden Abstimmungsverhalten ihrer Fraktion meine Gedanken an eine Auswanderung aus Deutschland unnötig gemacht hatte. Damit hat diese Frau ein schweres Pfund auf die Waagschale meiner persönlichen Beurteilung gelegt. Natürlich gibt es auch Punkte, wo ich Alice Weidel kritisiere. Ganz normal halt für einen evangelischen Christen, dem die Heiligenverehrung von Menschen fremd ist.
Was bin ich froh, dass ich kein Linker bin! Ich darf Deutschland lieben. Die deutsche Sprache. Die deutschen Landschaften. Die teilweise großartige deutsche Kultur. Das deutsche Grundgesetz. Die deutsche Wirtschaftskraft, an der ich am Monatsende auf dem Bankkonto partizipiere. Und ich darf alle diejenigen kritisieren, die anfangen zu stottern, wenn es um Liebe zu Deutschland geht und die mein Land herunterwirtschaften und zerstören. Und selbstverständlich darf ich auch die EU in ihrer jetztigen dysfunktionalen Form hassen. Der Hass ist besser als sein Ruf und auch besser als die jetzige EU.
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