Was am Freitag auf dem Spiel steht

vor etwa 1 Jahr

Was am Freitag auf dem Spiel steht
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Vielleicht wollte Friedrich Merz einmal CEO von BlackRock oder wenigstens Direktor der Sparkasse Hochsauerland werden, doch leider ist er nur Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland geworden. Zumindest darf er sich eines kräftigen Schulterklopfens internationaler Kreditgeber und Investmentbanker erfreuen. Einen Kredit herauszugeben für ein Programm, aus dem Firmen Aufträge bekommen, in dem die Kreditgeber Anteile halten, ist ein doppelt profitables Geschäft.

So versteht man, wenn Jamie Dimon, Chef der US-Bank JP Morgan, Merz im Interview mit dem Handelsblatt über den grünen Klee lobt: „Der Kanzler macht genau das Richtige, indem er zusammen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die militärischen Allianzen für die Zukunft stärkt.“ Klar, das Aufrüstungsprogramm wird durch Kredite ohne Limit finanziert, denn alle Rüstungsausgaben oberhalb von 1 % Verschuldung fallen künftig nicht mehr unter die Schuldenbremse des Grundgesetzes. Ein Blick auf die größten Anteilseigner von Rheinmetall sagt mehr als tausend Worte: BlackRock, Wilmington, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Bank of America.

Unter Merz wurde aus der Schuldenbremse der Schuldenturbo. Pumpen ohne Limit. Klar, dass das Jamie Dimon von JP Morgan gefällt. So schätzt der JP Morgan-Experte David Perry, dass die anstehenden Zahlen zum zweiten Quartal bis 2030 um bis zu 21 Prozent steigen. Das Jahr 2030 werde aber noch nicht der Höhepunkt sein, vermutet er. Denn Deutschland werde mindestens ein weiteres Jahrzehnt brauchen, um seine militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen, zitiert Börse-online Perry. „Der JP Morgan-Experte glaubt, dass die deutschen Verteidigungsausgaben jene anderer europäischer Länder sogar übertreffen werden. In den kommenden zwölf Monaten seien potenzielle Aufträge im Wert von 70 Milliarden Euro zu erwarten. Er bezeichnete Rheinmetall vor diesem Hintergrund als Favorit unter Europas großen Rüstungsproduzenten.“

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