Warum die AfD erfolgreich ist – und die regierenden Parteien das nicht verstehen

vor 9 Monaten

Warum die AfD erfolgreich ist – und die regierenden Parteien das nicht verstehen
Bildquelle: Tichys Einblick

Es gibt so Buzzwörter, nach denen Hörer und Zuschauer routinemäßig um- oder abschalten. Der heißeste Monat oder Sommer aller Jahrhunderte oder das Versprechen auf den Abbau der Bürokratie gehören dazu. Ebenso die „Analysen“ zu den Gründen für den Erfolg der AfD. Jeder weiß, dass da nicht mehr dabei rauskommt als ein Linker, der einfach nicht versteht, warum jemand gut finden kann, was er so schlecht findet. Im besten Fall ist das so lustig wie im Deutschlandfunk.

Doch eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL hat jetzt eine ebenso einfache wie nachvollziehbare Erklärung geboten: Demnach sagen 76 Prozent der Befragten, dass sich die anderen Parteien nicht mehr um die Interessen und Sorgen der Mehrheit der Menschen kümmerten. Würden sich CDU, CSU, SPD, Grüne und Linke wieder der Mehrheit widmen, würde diese sie nicht mehr so schlecht finden, dass sie zu AfD, BSW oder anderen jungen Parteien flüchten.

Nur: Die Analyse ist einfach. Doch eine Politik umzusetzen, die auf dieser Analyse basiert … Dafür müssten die regierenden Parteien nur eins anders machen: alles. Denn die 76 Prozent aus der Forsa-Umfrage beweisen einen guten Instinkt. Die regierenden Parteien haben in der Tat in den zurückliegenden Jahrzehnten eine Politik für Minderheiten betrieben – und die Mehrheit durfte dazu nichts beitragen außer die Übernahme der Rechnungen. Kritisierte sie die regierenden Parteien, verschrien diese und ihre Medien sie als Rechtsextreme oder „Destruktive“ und versuchten die Mehrheit so zum Schweigen zu bringen.

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