In Berlin klafft eine milliardenschwere Haushaltslücke. Im kommenden Jahr müssen mindestens drei Milliarden Euro eingespart werden, und 2026 müssen im Landeshaushalt sogar fünf Milliarden Euro eingespart werden. Aktuell ist unklar, an welchen Stellen die Ausgaben gekürzt werden sollen. Finanzsenator Stefan Evers (CDU) hat hierzu bislang keine Stellung genommen.
Aus der Deckung gewagt haben sich nun jedoch die Personalräte des Landes Berlin, wie die B.Z. berichtet. Die Personalräte vertreten insgesamt über 200.000 Beamte und Angestellte. Statt einer Kürzung der Ausgaben schlagen sie vor, die Einnahmenseite zu erhöhen. Gelingen soll das mit einer höheren Besteuerung der Berliner. Doch auch Touristen sind von den Plänen des Personalrats betroffen.
Vorgeschlagen wird etwa die Erhöhung der City-Tax, die derzeit bei fünf Prozent des Übernachtungspreises liegt. Zudem wird eine Erhöhung der Zweitwohnungssteuer angeregt. Außerdem wird vorgeschlagen, Abgaben für die Nutzung von Leihfahrrädern, E-Rollern und Miet-Pkws zu erheben, um die Nutzung des öffentlichen Raums zu regulieren. Ein weiterer Punkt ist die Forderung nach Gebühren für kommerzielle Großveranstaltungen, wie beispielsweise Marathons.
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