Vom Höchststand bei Einbürgerungen und was das für Deutschland bedeutet

vor etwa 2 Monaten

Vom Höchststand bei Einbürgerungen und was das für Deutschland bedeutet
Bildquelle: Tichys Einblick

Man könnte es für ein trockenes Thema halten: Sind ja nur Zahlen, eine Null mehr, eine weniger, 100.000 oder 300.000 „neue Deutsche“ pro Jahr – worin besteht der Unterschied? Der Unterschied ist in der Tat zunächst und vor allem ein qualitativer: Wer bekommt den deutschen Pass und damit dieselben Rechte wie alteingesessene Bürger, deren Vorfahren seit vielen Generationen an diesem Gemeinwesen mitgewirkt haben und die daher über eine gewisse Verwurzelung verfügen? Zum zweiten stellt sich dann die Frage: Wie viele (von welcher Sorte) bekommt Deutschland dazu, als vollgültige Bürger mit Wahlrecht, Ansiedlungsrecht usw.?

Klar ist auch: Die „neuen“ können niemals wie die alten Deutschen sein, es bräuchte also Kriterien zur Auswahl, um Kontinuität aufrecht zu erhalten. Aber die werden kaum angewandt, stattdessen durch vielfältigen Betrug und Missbrauch hintertrieben. Das gesamte System ist krank. Vor unser aller Augen spielt sich ein Bruch ab, mit jenem Deutschland, wie wir es kannten. Er kommt auf leisen Sohlen, ist aber immer spürbarer. Kommt man zu Pfingsten nach Deutschland, dann kann man sein Pfingstwunder erleben: In vielerlei Sprachen sprechen diese neuen Deutschen, in hundert Stilen und Abtönungen erscheinen und erklingen sie. Das Land ist schon ein anderes geworden.

Über 300.000 Einbürgerungen gab es im vergangenen Jahr 2025. Aber auch 2024 blieb nicht weit dahinter zurück mit 292.000 Einbürgerungen, jeweils laut dem Statistischen Bundesamt. 2019 hatte es erstmals einen deutlichen Zuwachs gegeben. Davor waren es um die 100.000 Einbürgerungen pro Jahr gewesen, plötzlich wurden es rund 129.000. Seitdem steigt die Zahl, angefeuert durch das Turbo-Einbürgerungsrecht der Ampel, rasant weiter. In der Summe gab es in den letzten zehn Jahren deutlich mehr als eine Million Neubürger.

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