Der Iran setzt die Verhandlungen mit den USA über Vermittler aus. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Grund dafür seien die Angriffe Israels auf den Libanon. Denn eine Beendigung eben jener Angriffe sei eine Voraussetzung für den Waffenstillstand gewesen. Doch dieser sei „an allen Fronten verletzt“ worden. Der Iran habe beschlossen, „die vollständige Schließung der Straße von Hormus voranzutreiben“.
Auch sollen „andere Fronten“ eröffnet werden, wie die Straße von Bab al-Mandab, eine Meerenge vor Jemen, in der die Huthi-Miliz immer wieder Schiffe angreift. Dort verläuft der Schiffsverkehr in Richtung des Suezkanals. Der Iran begründete sein Handeln mit dem Vorgehen Israels. „Solange die Position des Iran und des Widerstands in diesen Fragen nicht erfüllt ist, wird es keine Verhandlungen geben.“ Das Vorgehen Israels im Gazastreifen und gegen die Hisbollah im Libanon solle sofort beendet werden.
Am Montag wies der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Militär an, einen Angriff auf den Stadtteil Dahieh in Beirut durchzuführen, weil dort eine Hochburg der Hisbollah sein soll. Libanons Präsident kündigte an, an Verhandlungen mit Israel festhalten zu wollen.
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