Vierter Kriegstag in Israel

vor 5 Monaten

Vierter Kriegstag in Israel
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Anfrage eines nichtjüdischen Freundes aus Bayern, wie es uns denn so gehe mitten im Krieg in Israel, war der Anlass, ihm aktuell zu berichten. Die Nachricht erreichte mich im Supermarkt, wo ich vor dem Kaffee-Regal die bevorzugte italienische Sorte meines Sohnes suchte und fand. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich die Fleisch- und Wursttheke, wo sich ohne jede Hektik eine längere Schlange bildete. Aber nicht wegen eines vermuteten Mangels. Keiner drängte, denn die Auswahl auch an frischem Käse und ofenwarmen Baguettes ist reichhaltig. Die meisten haben ihr Smartphone in der Hand, denn jeden Moment könnte ein Alarm mit der Aufforderung wieder aufleuchten, den nächsten Schutzraum aufzusuchen. Aktuell ist zu lesen: Israel hat in den letzten 24 Stunden 600 Bomben auf Teheran abgeworfen.

Apropos Teheran: Israel feiert in diesen Tagen Purim. Ein Fest, das daran erinnert, dass vor 2500 Jahren ein König in Persien, Ahasveros, auf Rat seines Ministers, Haman, das jüdische Volk – wieder einmal – ausrotten wollte. Der Grund war ziemlich schwerwiegend. Der Hof-Jude Mordechai hat sich geweigert vor dem König niederzuknien. Aber dann kam eine schöne jüdische Frau ins Spiel. Ihr Name: Esther.

Der König war hin und weg von der Ausstrahlung des jungen Geschöpfes. Sie bezirzte ihn, wurde Königin und das Volk der Juden war gerettet. Haman landete am Galgen und Mordechai hat alles aufgeschrieben. Deshalb stehen heute, am „14. Adar 5786“, an der Kasse im Supermarkt irgendwo in Israel als Königin Esther kostümierte Frauen neben Männern, die als persische Könige verkleidet sind und zahlen per Paypal ihre Einkäufe. So schaut Fasching in Israel aus, erfährt der nichtjüdische Freund in Bayern.

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