Meloni (fast) am Ziel: Wie Italien zur Stimme Europas im Weißen Haus wurde

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Meloni (fast) am Ziel: Wie Italien zur Stimme Europas im Weißen Haus wurde
Bildquelle: Tichys Einblick

Giorgia Meloni ist dort angekommen, wo sie immer hin wollte: Sie hat Italien innerhalb weniger Wochen von einer europäischen Mittelmacht zur bevorzugten Gesprächspartnerin der Weltmacht USA gemacht.

Für eine Nation, die ein halbes Jahrhundert lang im Schatten des französisch-deutschen Tandems stand, ist das nicht nur eine politische Aufwertung – es ist eine tektonische Verschiebung der Achsen. Eine, die Frankreichs Präsident Emmanuel Macron frühzeitig erahnte, als er im Zollstreit zwischen EU und USA für harte Gegenreaktionen plädierte und Melonis diplomatische Initiative, lieber mit Washington zu verhandeln, über seine Diplomaten kritisieren ließ.

Doch Macrons Stern ist im Sinken. Noch vor wenigen Wochen hatte er versucht, mit den USA über einen Waffenstillstand in der Ukraine zu verhandeln – dabei düpierte er nicht nur europäische Partner, sondern ließ sich von Donald Trump regelrecht über den Tisch ziehen. Inzwischen hat man nicht nur in Rom, sondern auch in Brüssel erkannt, dass sich dieser Konflikt nicht mit französischer Grandeur allein gewinnen lässt.

Hier hat sich Melonis Tuchfühlung, ihr geschmeidiger Umgang mit der Eurokratie bei gleichzeitiger Kritik, endlich ausgezahlt. Der französische Versuch, Melonis Vermittlungsvisite als Alleingang zu diffamieren, lief für den blass gewordenen Sonnenkönig schief. Man hatte der Italienerin angekreidet, dass sie eigensinnig einen eigenen Deal aushandeln wolle, was das europäische Lager spalten würde.

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