Amerika gegen Dänemark: privilegierte Desinformation

vor 6 Monaten

Amerika gegen Dänemark: privilegierte Desinformation
Bildquelle: Tichys Einblick

Das martialische Gehabe, mit dem Donald Trump seine Ansprüche auf Grönland garniert, hat seine NATO-Partner ziemlich kalt gelassen. Mark Rutte sowieso, der als Generalsekretär das Bündnis beieinander, also draußen halten muss. Ursula von der Leyen sagt wenig, der Kanzler gar nichts, er hält die Lage für komplex, und mit komplexen Lagen wird er nun einmal nicht fertig. Nur der spanische Regierungschef Sánchez nutzte die Gelegenheit, sich selbst und seine Sozialisten herauszuputzen, und sprach von einem Verbrechen.

Nein, stimmt nicht ganz, nicht nur er. Die bedeutende ARD-Korrespondentin Sabrina Fritz meint das nämlich auch. Anders als Sánchez spricht sie zwar nicht von Verbrechen, aber doch immerhin von Überfall, begangen von den USA auf ihren Bündnis-Partner Dänemark. Den europäischen NATO-Ländern empfiehlt sie daraufhin, das NFM, die schnelle Eingreiftruppe, nach Grönland zu entsenden und Trump auf diese Weise klarzumachen, dass mit seiner Politik „nun Schluss ist“.

Das dürfte nicht ganz einfach sein. Denn Beschlüsse dieser Art müssen laut Vertrag vom NATO-Rat einstimmig gefasst werden, was bei inzwischen 32 Mitgliedstaaten nicht ganz leicht fallen dürfte. Überdies würde der Truppeneinsatz eine militärische Aktion darstellen, und militärischer Oberbefehlshaber der NATO ist laut Vertrag ein amerikanischer General, zurzeit Alexus Grynkewich. Der wird von dem Vorschlag begeistert sein.

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