Trümmer der Ordnung, unendlich tiefe Augen und das Vermächtnis eines Anspruchs: Voigts absurdeste KI-Reden

vor etwa 1 Monat

Trümmer der Ordnung, unendlich tiefe Augen und das Vermächtnis eines Anspruchs: Voigts absurdeste KI-Reden
Bildquelle: Apollo News

Mario Voigt soll als Ministerpräsident in zahlreichen Reden KI-generierte Texte verwendet haben – das zeigt eine Recherche der Transparenzplattform „Frag den Staat“. Nicht alle Formulierungen sind notwendigerweise vom Computer erstellt. Welche Bestandteile aus menschlicher Feder stammen ist oft unklar. Dass in der Staatskanzlei regelmäßig mit KI-Tools gearbeitet wird, hat die Behörde bereits zugegeben, auch in Bezug auf einen Gastbeitrag von Voigt in der Welt (Apollo News berichtete).

Die Reden, die nun offenbar auch zu großen Teilen aus KI-generierten Textbausteinen bestehen, sind ausgerechnet zu besonders unpassenden Anlässen geschrieben worden: Mal sprach der CDU-Politiker Voigt beim Staatsakt zum Tod seines Vorgängers Bernhard Vogel, mal beim Gedenkakt des Landtags für die Opfer des Nationalsozialismus, mal bei einer Veranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald.

In diesen Reden finden sich zahlreiche Beispiele für groteske Formulierungen – beispielsweise als Voigt bei der Rede zum Tod von Vogel meinte: „Ich trete nicht nur in das Amt eines Vorgängers, sondern in das Vermächtnis eines Anspruchs.“ Über Vogels Aufwachsen in der NS-Diktatur meinte Voigt unterdessen: „Doch was ihn prägte, waren nicht nur die Trümmer der Städte. Es waren die Trümmer der Ordnung: ein Vaterland ohne Verlässlichkeit, ein politisches System ohne den Wert der Menschlichkeit.“

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