Viel ist in Deutschland über Tiere gesprochen worden in den letzten Tagen. Der Wolf, der in der Hamburger Innenstadt einer Frau in die Nase gebissen hat – und kurz darauf heimlich wieder in Hamburg freigelassen wurde. Timmi, der Problem-Wal, der nicht sterben darf. Früher sprach man bei Tieren vom „Verenden“, heute kümmert sich der Bundespräsident persönlich um das Weiterleben des Säugetieres. Der Wal wurde zur Chefsache gemacht, vom Staatsoberhaupt persönlich.
Jetzt beschäftigt ein weiteres Tier das deutsche Gemüt – der Maikäfer. Im Hessischen Ried wird in diesem Jahr ein Massenanflug von Maikäfern erwartet. Experten rechnen mit rund einer halben Milliarde Tieren, die womöglich schon ab kommender Woche im Landkreis Groß-Gerau und Darmstadt unterwegs sein werden – und an hunderte Autoscheiben klatschen. Bei der Menge kann den possierlichen Brummern niemand mehr ausweichen.
Der Massenanflug von Maikäfern findet in der Regel alle vier Jahre statt – so lange dauert es, bis sich Engerlinge im Dunkeln im Erdboden zu einem ausgewachsenen und flugfähigen Käfer entwickeln.
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