Der britische Aktivist und Journalist Tommy Robinson war am letzten Wochenende auf Einladung des israelischen Diaspora-Ministers in Israel. Robinson besuchte die Grenze zum Gazastreifen, sprach mit illegalen Migranten, die ihrem Gott Allah danken, dass sie es nach Israel geschafft haben. In Tel Aviv traf Robinson eine Menge emigrierter Juden, die das Leben in London und im Vereinigten Königreich zunehmend unerträglich finden.
Sich offen als Jude zu zeigen, geht da kaum noch. Einige der Émigrés fragten Robinson skeptisch, ob dies nun der neue Normalzustand sei oder es einen Wendepunkt hin zum Besseren geben wird. Robinson ist sich sicher, dass er die Mehrheit hinter seiner Position versammeln kann. Die Wende in der britischen Politik stünde also unmittelbar bevor.
In einem gut gefüllten Veranstaltungssaal wurde Robinson am Samstagabend in Tel Aviv zu einem Auftritt erwartet. Auch einige Kabinettsmitglieder waren da. Davor und danach diskutierte er mit anderen Gästen, brachte sich auch im Live-Chat des kanadischen Mediums Rebel News ein, für das er auch als Reporter unterwegs ist. Robinson hält keine Reden, er präsentiert sich und sein Schaffen vor einem Publikum. So baut er einen gewissen Geist der Einigkeit mit seinem Publikum auf. An diesem Abend blickte er zunächst zurück in eine vielleicht gerade auslaufende Vergangenheit: „Seit 20 oder 30 Jahren, nicht nur in Großbritannien, sondern in ganz Europa, haben die Leute Angst. Die jüdische Bevölkerung in Europa hat Angst. Den Menschen wurde Angst davor eingejagt, den Mund aufzumachen und die Wahrheit zu sagen.“
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