Tatort Münster: Vogelhochzeitfrei und doch im woken Käfig

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Tatort Münster: Vogelhochzeitfrei und doch im woken Käfig
Bildquelle: Tichys Einblick

Es ist schon so, wie es Janna Halbroth in ihrer Rezension bei „t-online“ empfindet: die beiden beliebten Fernsehdetektive „gehen neue Wege“, weg von ihren Wurzeln und von dem, was sie einmal ausmachte, hin zu ganz profan politisch gemeinten Botschaften. Die ehemals harte Schale aus klarer Kante und lässiger Professionalität wird mit einer weichen Pampe aus Wokeness und Krimi-Gedöns gefüllt.

Gut, dass Regisseurin Isa Prahl in der WDR Presselounge freimütig ihre Motivation schildert: WDR: „Der neue Fall ist vielschichtig und nimmt aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die Wohnungsnot unter Studierenden auf. Inwiefern haben Ihre eigenen Erfahrungen aus der Studienzeit hier Einfluss gehabt?“

Prahl: „Als ich studiert habe, gab es keine solche Wohnungsnot wie das heute der Fall ist. Doch in den letzten Jahren ist das ein immer größeres Problem geworden – bezahlbarer Wohnraum. Daher war uns wichtig, diesen Aspekt in unserem Krimifall besonders zu beleuchten, weil es eins der großen Probleme ist, die Städte heute haben. Die Recherche dazu war spannend, da ich mitbekommen habe, wie drastisch sich die Situation auch in Münster verändert hat – Studierende, die in Turnhallen übernachten u. Ä.“

Unter diesen Vorzeichen startet der Film denn auch in einen Themenabend „Wohnraum schaffen“ mit dem Schwenk über ein Zeltdorf auf dem Universitätscampus Münster, von wo aus sich die bedauernswerten Wohnungslosen abends zur House-Party in den „Club Meds“ und morgens wieder in die Vorlesung schleppen müssen.

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