Der Tanz des Markus Lanz

vor 6 Monaten

Der Tanz des Markus Lanz
Bildquelle: Tichys Einblick

Es klingt so ein bisschen nach einer reichlich albernen und dazu noch abgedroschenen Journalistenklamotte, die sich über die sprichwörtliche Eitelkeit von Journalisten lustig macht. Doch die Themen, um die es geht, sind gar nicht lustig, sondern sehr ernst, nämlich es handelt sich um Meinungsfreiheit, um Pressefreiheit, um bürgerlichen Freiheiten, um Demokratie und um Wahrheit und Wahrhaftigkeit versus Zensur, Verbote, Diktatur, Demagogie und Lüge.

Jeder Zuschauer konnte beobachten, wie dem Moderator bei Günthers neo-totalitärer Suada immer unbehaglicher wurde, weshalb er vermutlich den aus seiner heutigen Sicht größten Fehler seiner ganzen Karriere machte und nachfragte: „Aber was Sie jetzt gerade sagen, ist im Grunde, wir müssen das regulieren, wir müssen es notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten.“ Günther antwortete mit einem klaren „Ja“.

Es ist eindeutig, dass es an diesem Punkt nicht um Jugendschutz ging, sondern um Nius – und nicht nur um Nius. Belegt wird es nicht nur vom Gesprächsverlauf zuvor, sondern nach einem kurzen Einschub von Günther dem Gesprächsverlauf danach, in dem Günther unter dem Wort Qualitätssicherung genau das noch einmal forderte: regulieren, zensieren und im Extremfall sogar verbieten. Er verstieg sich sogar zu der Behauptung, dass auf Nius nur Falschmeldungen verbreitet würden.

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