Bislang sind in Österreich mindestens 240 Gräber auf 22 Friedhöfen geplündert worden – die Familien der Verstorbenen sind entsetzt, die Polizei konnte bisher eine der unheimlichsten Verbrechensserien der jüngeren Kriminalgeschichte nicht stoppen,
Die Serie begann im August 2024 auf Wiener Friedhöfen wie dem Zentralfriedhof, dem Kagraner Friedhof und dem Großjedlersdorfer Friedhof. Dort wurden allein 60 Gräber geöffnet. Nach einer kurzen Pause setzte die Bande im April 2025 ihre Taten in Niederösterreich fort – zunächst auf dem Kierlinger Friedhof, später in Orten wie Wolkersdorf, Mistelbach, Korneuburg (40 Gräber), Berndorf, Pottendorf, Wampersdorf, Ebenfurth und zuletzt Großweikersdorf im Bezirk Tulln, wo allein 50 Grabstellen betroffen waren. Dazu kommt noch ein einzelner Friedhof im nördlichen Burgenland. Die Taten ereignen sich fast ausschließlich nachts und ziehen sich bis in den Mai 2026 hin. Viele Vorfälle werden erst Tage oder Wochen später entdeckt, weil die Täter die oft bis zu 200 Kilo schweren Grabplatten präzise wieder zurückschieben und ihre Spuren verwischen.
Die Vorgehensweise ist erschreckend professionell und zugleich pietätlos: Die Diebe schneiden die Silikonfugen zwischen Grabplatte und Einfassung durch, hebeln die Platte zur Seite und heben die Särge aus der Gruft. Mit Werkzeugen – teils sogar Blechscheren – schneiden sie die Särge im Kopfbereich auf. Dann entnehmen sie gezielt Goldzähne, Brücken oder Plomben. Auch Schmuck, Uhren oder andere Wertgegenstände, die den Verstorbenen mit ins Grab gegeben wurden, werden gestohlen. In mehreren Fällen fehlten bei nun exhumierten Leichen Zähne oder ganze Kieferteile. Die Polizei geht von einem klaren finanziellen Motiv aus: Ein einzelner Goldzahn bringt bei Händlern 200 bis 300 Euro – ein lohnendes Geschäft bei minimalem Risiko, da Friedhöfe nachts oft unbewacht sind.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










