Strukturverschiebungen im Handel decken strategische Fehler auf

vor 5 Monaten

Strukturverschiebungen im Handel decken strategische Fehler auf
Bildquelle: Tichys Einblick

Ein Jahr des Zollstreits mit den USA sowie weitere Verschärfungen des klimapolitischen Regulierungsrahmens haben in der deutschen Wirtschaft tiefe Spuren hinterlassen. Die sichtbarste Folge dieser Politik ist der Einbruch der Automobilexporte deutscher Firmen in die Vereinigten Staaten um 17,8 Prozent im vergangenen Jahr. Insgesamt schrumpfte der Export in die USA um 9,4 Prozent auf nur noch 146,2 Milliarden Euro, während sich das gesamte Handelsvolumen um fünf Prozent reduzierte.

Das sind dramatische Werte. Sie deuten darauf hin, dass die deutsche Exportwirtschaft innerhalb nur eines Jahres massiv an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat.

Gleichzeitig kehrte China auf den ersten Rang der wichtigsten deutschen Handelspartner zurück. Hier stieg der Gesamthandel um 2,1 Prozent. Doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig: Die deutschen Exporte nach China schrumpften um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro, während das Volumen der importierten Güter um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro anstieg.

Auffällig ist diese strukturelle Verschiebung vor allem deshalb, weil Deutschland seit etwa zwei Jahren zum Importeur chinesischer Kapitalgüter geworden ist – insbesondere in den Bereichen der Datenverarbeitung und elektrischen Ausrüstung. Selbst im traditionell starken Maschinenbau haben chinesische Unternehmen inzwischen die Oberhand gewonnen.

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