Mitten in der Krise: Streiks für viel mehr Geld im öffentlichen Dienst

vor 5 Monaten

Mitten in der Krise: Streiks für viel mehr Geld im öffentlichen Dienst
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Industrie rauscht in Deutschland den Bach runter, zehntausende Jobs gehen verloren, die Arbeitslosenzahlen steigen und die Staatskassen sind leer. Was macht der öffentliche Dienst und seine Kampagnen-Gewerkschaft Verdi? Sie streiken mitten in einer der größten Krisen Deutschlands. Der Beamtenbund (dbb) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind beim Streikwahnsinn auch mit von der Partie.

Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst mussten die Bürger gleich in mehreren Bundesländern am Dienstag und Mittwoch Einschränkungen und Ausfälle bei Behörden oder Nahverkehr hinnehmen.

Sie wurden im Grunde in Geiselhaft genommen für utopische Forderungen von sieben Prozent mehr Gehalt oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat auf dem Konto für 2,2 Millionen Beschäftigte. Selbst die Mindestforderung würde die öffentlichen Haushalte also mit fast 700 Millionen Euro zusätzlich belasten. All das findet statt angesichts leerer Kassen in den Kommunen und einer Rekordverschuldung mit bald 2,7 Billionen Euro in der größten deutschen Wirtschaftskrise seit 1990.

Im „failed state“ Berlin kam es zu kompletten Schließungen in Kitas, Schulen und Bezirksämtern. Beschäftigte der Berliner Feuerwehr, Polizei und Senatsverwaltungen sollten sich ebenfalls anschließen. Hier funktioniert ja ohnehin nicht viel.

Im Norden und Süden Deutschlands streikt der Nahverkehr, Millionen Pendler und Reisende werden dadurch getroffen. Beim Streik dabei sind auch Unikliniken, Hochschulen oder Straßenmeistereien. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Verdi. Beamte beteiligen sich laut ihrer Gewerkschaft dbb, sofern sie an dem Tag Urlaub oder Freizeit haben.

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