Sprache ist verräterisch – Islamdebatte im rot-grün-woken Universum

vor etwa 2 Monaten

Sprache ist verräterisch – Islamdebatte im rot-grün-woken Universum
Bildquelle: Tichys Einblick

Ein Lieblingsbegriff in der Welt der ideologischen Islamophilie ist der „antimuslimische Rassismus“. Er ist schon deshalb problematisch, weil es eine ‚muslimische Rasse‘ bekanntermaßen nicht gibt. Doch machen diejenigen, die gerne den Vorwurf des antiislamischen Rassismus oder der Islamophobie erheben, gerne geltend, dass Islamkritiker die Kultur des Islam oder islamischer Ethnien mit eben den Methoden und Konzepten attackieren, die kennzeichnend für Rassisten sind. Auch dies ist unzutreffend, denn Rassisten bewerten andere Rassen, von der Höherwertigkeit der eigenen Rasse ausgehend, als minderwertig.

Dies mag auf einige wenige Ideologen des rechten Spektrums, etwa die ‚Identitären‘ zutreffen. Islamkritiker jedoch begründen ihre Vorbehalte gegen den Islam ganz überwiegend mit entsprechenden Gewalttaten von Muslimen wie der Terrornacht von Paris am 13. November 2015 oder den Anschlägen von Attentätern aus muslimischen Ländern auf Weihnachtsmärkte (zum Beispiel  Berlin, Magdeburg, Straßburg). Sie sind also durchaus faktisch legitimiert. Deshalb bezeichnet die Berliner Integrationsbeauftragte Güner Balci den ‚antimuslimischen Rassismus’ zutreffend als „Kampfbegriff“.

Balci findet deutliche Worte: „Wer heute von antimuslimischem Rassismus spricht, will den grassierenden Antisemitismus relativieren und den Islamismus.“ Auch der angesehene Sozialwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber warnt davor, den Terminus „Islamophobie“ als „Kampfbegriff“ zu instrumentalisieren. Denn mit dieser Bezeichnung sollen Kritik an islamischer „Frauendiskriminierung, Homosexuellenhass und Judenfeindschaft“ entwertet oder diskreditiert werden. Daran ändern auch all die (pseudo-)wissenschaftlichen Publikationen nichts, durch die eine gesamtgesellschaftlich verbreitete ‚Islamophobie’ herbeigeschrieben werden soll.

Wer sich solcher problematischer Begriffe nicht bedienen will, findet andere sprachliche Möglichkeiten, der Islamkritik zu begegnen. So befand Altkanzlerin Merkel Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ als „nicht hilfreich“ – eine bewährte Floskel, um Aussagen zurückzuweisen, die man schlechterdings nicht als ‚falsch‘ bezeichnen kann. Man darf sich also fragen, für wen oder wofür das besagte Buch nicht hilfreich ist. In der Tat ist es kaum hilfreich für die von Merkel inszenierte Willkommenspolitik und den Zustrom zahlreicher Migranten.

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