Jens Spahn hat Recht: Der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag warnt die SPD „Opposition in der Regierung. Das hat noch nie funktioniert“. Trotzdem versuchen es Parteien immer wieder. Zuletzt die FDP in der Ampel. Die Partei, die Rot-Grün ermöglichte, warb damit, die Partei zu sein, die „das Schlimmste“ an Rot-Grün verhindere. Klingt schräg, ist schräg und führt folglich nur zum Abrutschen.
Stichwort „vergeblich von 18 Prozent träumen“: Aktuell ahmt die SPD die FDP nach und geht als Regierungspartei in die Opposition. Ihr Chef Lars Klingbeil versucht aus dem Dienstwagen von Friedrich Merz’ Gnaden härter als die Verbal-Extremistin Heidi Reichinnek von den Linken zu wirken. Klingt schräg, ist schräg und führt folglich nur zum Abrutschen. Wie einst die FDP kann die SPD im Bund von 18 Prozent nur noch träumen.
Das führt in der schwarz-roten Koalition zum gleichen Effekt, der die Ampel so nervig wirken ließ. Zuerst verkündet Friedrich Merz (CDU) mit dem Vizekanzler Lars Klingbeil, dass die Regierung die Wirtschaft ankurbeln wolle, indem sie die Pendlerpauschale erhöht und die Mehrwertsteuer für die Gastronomie senkt. Direkt im Anschluss erklärt Regierungs-Oppositionsführer Lars Klingbeil, dass dieses Ankurbeln der Wirtschaft nun doch nicht möglich sei. Die Idee: Sowohl die Befürworter wie die Gegner der Maßnahmen wählen Einen. Das Ergebnis: Alle halten Einen für einen wetterwindigen und unzuverlässigen Schwätzer.
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