Social-Media-Kommission stellt Bericht vor – Prien will elterliche Medienerziehung gesetzlich regeln

vor 29 Tagen

Social-Media-Kommission stellt Bericht vor – Prien will elterliche Medienerziehung gesetzlich regeln
Bildquelle: Apollo News

Im Auftrag der Bundesregierung hat eine Kommission umfangreiche Konzepte zur Regulierung von sozialen Medien erarbeitet – das Ziel solle Kinder- und Jugendschutz sein. Neun Monate hat die 18-köpfige Expertenkommission getagt. Das Ergebnis sind 56 Vorschläge, die heute erst an Familienministerin Karin Prien übergeben und gemeinsam öffentlich vorgestellt wurden.

„Strukturelle Risiken dürften nicht nach unten an Kinder oder Eltern delegiert werden“, heißt es in dem Bericht. Die Antwort: Der Staat soll durchgreifen. Entweder direkt oder über die Regulierung der Social-Media-Plattformen. „Nicht das Kind muss sich an die digitale Welt anpassen, sondern die digitale Welt an das Kind“, sagte Prof. Dr. Olaf Köller, Co-Vorsitzender der Kommission und Experte für Psychologie und Erziehungswissenschaften.

Für minderjährige Nutzer fordert die Kommission geschützte Grundeinstellungen, die automatisch aktiviert sind. Aktuell gängige Funktionen wie personalisierte Werbung, manipulative Designs wie Endlos-Feeds oder die automatische Wiedergabe von Videos sollen für Kinder außerdem eingeschränkt werden. In der zentral diskutierten Frage rund um ein Social-Media-Verbot macht die Kommission zwei Vorschläge: Ein Vorschlag ist eine gesetzliche Mindestaltersgrenze von 13 Jahren für Social-Media-Accounts mit wirksamer Altersprüfung sowie weiteren Schutzstandards für 13–16- und 16–18-Jährige.

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