Der Zentralrat der Muslime hat zum islamistischen Terroranschlag auf den CSD, wie eigentlich nach jedem islamistischen Anschlag, vor allem eine zentrale Botschaft: Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun. Den Islamverbänden erscheint es nach dem Terrorakt eines Glaubensbruders vor allem wichtig, die eigene Haut, das eigene Image zu retten. Was hingegen mal wieder fehlt: eine klare Benennung von Tatmotiv und den religiösen Hintergründen. Und oft genug auch eine ehrliche Ansprache an die Opfer.
Nach fast jedem großen Hassverbrechen gegen Muslime finden sich in Berlin und anderswo eine Menge Nicht-Muslime, die dagegen Flagge zeigen und protestieren – und das auch zurecht. Nach muslimischen Hassverbrechen gegen Nicht-Muslime – nach islamistischem Terrorismus – herrscht von islamischer Seite hingegen zu oft Schweigen im Walde. Demos gegen den Terror haben Seltenheitswert, und finden sie doch statt, fehlt oft die Klarheit. Folgen auf islamisch motivierten Terror Erklärungen, windet man sich und schwurbelt herum. Und vor allem pflegt man eine Opferhaltung.
Bei „islamophoben“ Vorfällen ist der Zentralrat der Muslime immer blitzschnell mit einer scharfen Pressemitteilung zur Hand, die umfassende Konsequenzen gegen Hass und Menschenfeindlichkeit fordert. Nach dem Terroranschlag vom Samstag dauert es fast zwei Tage, bis der Zentralrat eine Mitteilung veröffentlicht. Darin wird das Wort „islamistisch“ in Anführungszeichen gesetzt, als wäre es ein erfundenes Problem. Und es wird behauptet, der Terror „missbrauche“ die Religion. „Gewalt gegen Unschuldige findet im Islam keine Rechtfertigung.“
Das ist einfach falsch: Der Koran rechtfertigt Gewalt gegen Unschuldige in seinen Grundwerken über viele Verse hinweg. Der Islam wurde in seiner Geschichte vor allem durch das Schwert, nicht durch das Wort verbreitet. Der Terrorismus, dem sicher nicht alle Muslime anhängen, findet seine Wurzeln im Koran und den Hadithen des Propheten. Der Islam ist diesbezüglich ganz anders als das Christentum.
Wenn die Islamverbände uns darüber täuschen wollen, steht ihre Ehrlichkeit und Verlässlichkeit im Kampf gegen islamischen Terrorismus mehr als nur infrage. Islamverbände, die wirklich etwas gegen islamische Gewalt tun wollen, würden diesbezüglich endlich ehrlich und aktiv werden – Islamverbände, die vor allem ihre eigene Religion vor Kritik schützen wollen, verbreiten stattdessen solche Täuschungen, wie es der Zentralrat tut.
TERROR AUF CSD: Gefahr durch Islamismus | Bekennervideo und Treueeid auf IS entdeckt I WELT STREAM










