Die amtierende Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hat sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erneut für eine Frau als Nachfolgerin des scheidenden UN-Generalsekretärs António Guterres ausgesprochen. Baerbock dankt im Interview außerdem einer alten Bekannten: Altbundeskanzlerin Angela Merkel.
In Bezug auf den nächsten UN-Generalsekretär meint die ehemalige Bundesaußenministerin, die selbst in wenigen Monaten aus dem Amt scheidet: „Die Hälfte der Menschheit sind Frauen und Mädchen. Wie möchte eine Institution, die acht Milliarden Menschen vertritt und seit 80 Jahren für Menschenrechte einsteht, erklären können, dass sie auch nach acht Jahrzehnten erneut keine Frau an ihrer Spitze finden kann?“
Nach den Traditionen bei der Wahl des Generalsekretärspostens sollte jetzt ein Land aus Südamerika zum Zug kommen – „Es gibt hervorragende Frauen aus dieser Region“, betont Baerbock, ohne Beispiele für solche hervorragenden Frauen zu nennen. Jedoch möchte Baerbock aufgrund des Rotationsprinzips den Job als UN-Generalsekretärin nicht anstreben.
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