Die Mehrheit ist unzufrieden mit der Bundesregierung und sorgt sich um die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands. INSA fragte, ob die tatsächliche Lage alles in allem besser oder schlechter ist als die von ihnen wahrgenommene Stimmung in der Bevölkerung. Etwa jeder Sechste (16 Prozent) findet, die Lage sei besser als die Stimmung. Gut jeder Dritte (34 Prozent) findet, die Lage sei wie die Stimmung und 42 Prozent glauben, die Lage sei (noch) schlechter. Westdeutsche (17 Prozent) und Befragte, die sich selbst politisch links der Mitte verorten (28 Prozent), sagen häufiger als Ostdeutsche (11 Prozent) und Befragte, die sich selbst in der Mitte (15 Prozent) oder rechts der Mitte verorten (11 Prozent), die Lage sei besser als die Stimmung.
Bei Wählergruppen sind es – nicht überraschend – vor allem Wähler der Grünen (35 Prozent), die die Lage besser als die Stimmung einschätzen – nicht etwa Union und SPD(!). Bei den Wählern der AfD (7 Prozent) und des BSW (8 Prozent) wird die Lage fast nie besser als die Stimmung eingestuft. 54 Prozent der BSW-Wähler und 65 Prozent der AfD-Wähler glauben, dass die Lage noch schlechter als die Stimmung ist.
Die Stimmung wird häufig so wahrgenommen wie in den Medien dargestellt. Deshalb fragte INSA nach der Vertrauenswürdigkeit der unterschiedlichen Medienangebote. Die Mehrheit (52 Prozent) schätzt Lokalzeitungen als vertrauenswürdig ein. Nur jeder Vierte (26 Prozent) meint, Lokalzeitungen seien nicht vertrauenswürdig. Öffentlich-rechtliche Medien gelten für 47 Prozent als vertrauenswürdig und für 35 Prozent als nicht vertrauenswürdig. Leitmedien wie Spiegel, Zeit, FAZ, Süddeutsche etc. gelten für 44 Prozent als vertrauenswürdig und für 32 Prozent als nicht vertrauenswürdig. Private Radiosender gelten bei 37 Prozent der Befragten als vertrauenswürdig und bei 31 Prozent als nicht vertrauenswürdig.
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