Die CDU kämpft jetzt für das deutsche Liedgut. In einem Gastbeitrag in der Welt fordern die Ministerpräsidenten Sven Schulze und Mario Voigt aus Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Quote für deutschsprachige Lieder im Radio.
Solche Forderungen erhebt man jetzt, um sich plötzlich als kulturkonservativ und nationalbewusst darzustellen. Man mag in der CDU manche finden, die solche Ideen auch darüber hinaus ernst meinen. Voigt und Schulze offenbar nicht. Die wollen nur so tun, als ob, um der AfD irgendwie noch das Wasser abzugraben. Das Problem: Es ist unecht. Politisch unecht und auch tatsächlich unecht.
Denn was aufmerksame Leser des Gastbeitrags feststellten, wurde nun auch aus den Staatskanzleien bestätigt: Der Text wurde mit KI erstellt. Wie auch sonst bei der Arbeit der Staatskanzlei seien „moderne digitale Werkzeuge, darunter KI-Anwendungen“ eingesetzt worden, erklärte die Thüringer Regierungssprecherin Sina Reeder auf Nachfrage der Magdeburger Volksstimme am Montag.
Lustig, dass ausgerechnet Mario Voigt in dieser Geschichte die Finger im Spiel hatte. Der Ex-Doktor mit Plagiatshintergrund und betrügerisch anmutenden Fake-Texten – das scheint so eine Sache zu sein. Er und sein Kollege aus Magdeburg demonstrieren jedenfalls die ganze Geistlosigkeit der CDU.
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