Auf dem Burgfest in Tangermünde sind am späten Samstagabend Schüsse gefallen. Laut Volksstimme brach unter den Besuchern eine Massenpanik aus, zahlreiche Menschen flohen vom Festgelände. Zwei bis drei schwarz gekleidete Personen sollen Schreckschuss- oder Gasdruckwaffen abgefeuert haben. Noch vor Mitternacht soll die Polizei einen Verdächtigen gefasst und eine Schreckschusswaffe sichergestellt haben.
Ausgerechnet vor den Sicherheitsproblemen bei diesem Fest hatte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erst wenige Wochen zuvor im Landtagswahlkampf gewarnt. Tangermünde ist Siegmunds Heimatort. Der AfD-Politiker lebt dort mit seiner Familie und sitzt im Stadtrat. Bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag gab er in der Stadt auch seine Stimme ab.
In der MDR-Spitzenrunde zur Landtagswahl hatte Siegmund Ende August über die immer größeren Sicherheitsvorkehrungen bei öffentlichen Veranstaltungen gesprochen. „Jeder Weihnachtsmarkt sieht aus wie eine Festung“, sagte er. Auch kleinere Feste seien inzwischen mit hohen Sicherheitsauflagen konfrontiert. Als Beispiel nannte er ausdrücklich das Burgfest in Tangermünde.
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