Schon vor dem Gipfel weiß der müde Merz, wie sinnlos das alles ist

vor etwa 1 Monat

Schon vor dem Gipfel weiß der müde Merz, wie sinnlos das alles ist
Bildquelle: Apollo News

„Ich mache mir nicht allzu viele Hoffnungen“ – bei Friedrich Merz scheint so etwas wie Realismus eingekehrt zu sein. Der Ankündigungs-Kanzler hat seine jüngsten Ankündigungen, mal wieder „bis zum Sommer“ Reformen anzustoßen, schon wieder einkassiert. Jetzt macht er das Gegenteil: ehrlich sein, was die Chancen auf ein Vorankommen angeht.

Das ist erfrischend. Und überfällig: Den aufgesetzten Optimismus des Bundeskanzlers hat man ihm nie abgekauft und zunehmend auch schwer ertragen. Sachgründe gab es für ihn ja nicht. Im Vorlauf zum neuerlichen Gipfel im Kanzleramt wird das klarer denn je.

Diese Regierung hangelt sich von Ausschuss zu Gipfel und wieder zurück. Immer werden diese Gipfel zu Entscheidungsschlachten, zu D-Days, zu Stunden der Wahrheit aufgebaut – medial, aber auch und vor allem durch die Merz-Regierung selbst. Nie kam ein großer Wurf oder überhaupt ein Wurf dabei heraus, eher liegt man hinterher noch weiter auseinander als vorher. Arbeit und Ergebnis liegen immer weiter auseinander: Man trifft sich auf Gipfeln, in Ausschüssen, in Runden und Kommissionen. Aber man scheint einfach nichts zu schaffen.

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