Die Stimmung unter deutschen Start-ups ist im Keller. Der vom Startup-Verband ermittelte Geschäftsklimaindex ist von 39 Punkten im Jahr 2024 auf nunmehr 31,7 Zähler eingebrochen. Damit liegt der Wert auf einem ähnlich niedrigen Stand wie im Pandemiejahr 2020.
Nur etwa 50 Prozent der befragten Gründer stufen ihre gegenwärtige Situation als „befriedigend“ ein. 15 Prozent bezeichnen die Lage sogar als „schlecht“. Besonders bedrückend: Nur knapp die Hälfte der Start-ups geht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen zeitnah verbessern werden.
Die Ursachen für die angespannte Stimmung unter deutschen Start-ups sind vielfältig. Einer der Hauptgründe ist die ausufernde Bürokratie, die die jungen Innovatoren sowohl im laufenden Betrieb als auch bei ihrer Expansion behindert.
Laut aktuellen Erhebungen des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung – wenden junge Unternehmen in der Bundesrepublik im Durchschnitt rund neun Stunden pro Woche für administrative Aufgaben und bürokratische Pflichten auf. Das ist Zeit, die ihnen für Forschung, Entwicklung und Innovation fehlt. Über 40 Prozent der befragten Gründer geben an, dass sie aufgrund bürokratischer Hürden deutlich weniger Kapazitäten für kreative und zukunftsgerichtete Arbeit haben.
Die Daten sprechen eine klare Sprache: Mit ihren rigiden Regulierungen erstickt die deutsche Politik Innovation und Fortschritt im eigenen Land. Angesichts der zahlreichen wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen, die Berlin in den vergangenen Jahren getroffen hat, dürfte das allerdings niemanden mehr überraschen.
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