Auch die sogenannten Wirtschaftsweisen minimieren ihre Wachstumsprognose für Deutschland: Das Bruttoinlandsprodukt wird im laufenden Jahr um magere 0,5 Prozent wachsen, prognostiziert der Sachverständigenrat in seinem Frühjahrsgutachten. Zuletzt ging das Expertengremium immerhin noch von 0,9 Prozent aus.
„Diese Revision ist vor allem auf die Auswirkungen des Iran-Kriegs zurückzuführen“, heißt es in dem Gutachten. „Abwärtsrisiken für die Prognose des deutschen BIP bestehen insbesondere in einer längeren Dauer und gravierenderen Auswirkungen des Iran-Kriegs“, schreiben die Fachleute. Doch vor allem widmet sich der Sachverständigenrat dem Thema der Sozialsysteme und der dort steigenden Kosten.
Die Wirtschaftsweisen mahnen zudem Reformen im Sozialstaat an – und warnen vor unstemmbarem Beitragssätzen: Simulationen legten einen Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge auf 45,4 Prozent im Jahr 2030 nahe, heißt es in dem Frühjahrsgutachten. „Bis zum Jahr 2040 steigt der Beitragssatz auf 49,7 Prozent“. Eine radikale Belastung für die Beitragszahler.
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