Die neue Umfrage von Infratest Dimap für den mdr, die Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme ist sensationell, wenn auch wenig überraschend. Die Sonntagsfrage ergab folgendes Ergebnis: 41 Prozent der Wähler würden der AfD ihre Stimme geben, das sind 2 Prozentpunkte mehr als im letzten Sachsen-Anhalt-Trend von Infratest Dimap, der im September 2025 erhoben wurde. Nur noch 26 Prozent würden sich für die CDU entscheiden, wieder 1 Prozentpunkt weniger als noch im September, 12 Prozent der Linken, ebenfalls 1 Punkt weniger und 7 Prozent unverändert der SPD. BSW und Grüne wären mit jeweils 4 Prozent nicht mehr im Landtag vertreten, die FDP fällt unter Sonstiges.
Könnten die Wähler in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten direkt wählen, läge der Ministerpräsident Sven Schulze knapp vor dem Spitzenkandidaten von der AfD Ulrich Siegmund, 36 Prozent würden Schulze wählen, 32 Prozent Siegmund, allerdings sind 32 Prozent unentschlossen. Die Frage, welche Partei nach der Wahl die Landesregierung in Sachsen-Anhalt führen sollte, beantworteten die Befragten ebenfalls unentschieden, denn 44 Prozent wünschten, dass die CDU die Landesregierung führen sollte, 43 Prozent die AfD. Vergleicht man das mit der letzten Umfrage im September 2025 sind das 3 Prozentpunkte für die CDU weniger, aber 6 Prozentpunkte für die AfD mehr. Hinzu kommt, dass 31 Prozent der Befragten der AfD die Kompetenz, die Probleme zu lösen, zutrauen, der CDU nur noch 18 Prozent. Das korrespondiert mit der großen Unzufriedenheit mit der Arbeit der schwarz-rot-gelben Landesregierung, denn 62 Prozent sind mit ihrer Arbeit unzufrieden und nur 33 Prozent sind mit der Regierungsarbeit zufrieden.
Wenn man nun schon seit mehreren Legislaturperioden Sachsen-Anhalt regiert, die Wirtschaft im Sinkflug ist, das mittdeutsche Chemiedreieck wankt, wenn 82 Prozent der Befragten die wirtschaftliche Situation des Bundeslandes als „weniger gut/schlecht“ einschätzen, dann stellt es schon einen Witz in der Landschaft dar, vor denen, die noch nie regiert haben, damit zu warnen, dass sie eine wirtschaftliche Katastrophe anrichten würden, wenn man selbst mitverantwortlich für den wirtschaftlichen Niedergang erstens als Landesregierung und zweitens als CDU ist. Herr Schulze im Glashaus hat sich für Mühlsteine entschieden. Zwar kann die Landesregierung nicht allzu viel für den wirtschaftlichen Niedergang, weil er auf einer falschen Energie- und Wirtschaftspolitik, die eben vom Bund verantwortet wird, beruht. Doch eine nicht geringe Schuld trifft die CDU, die seit Merkel grüne Wirtschafts- und Energiepolitik quacksalbert.
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