Totenstille in der deutschen Wirtschaft. Kaum ein Lüftchen scheint die Oberfläche des still ruhenden Sees zu kräuseln. Die anhaltenden Horrornachrichten aus den Betrieben scheinen in der Öffentlichkeit nicht mehr zu verfangen. Ist es der Politik gelungen, die Deindustrialisierung des Landes zum notwendigen Kollateralschaden umzudeuten? Wanderte die Märchenerzählung von der grünen Transformation letztendlich in das Unterbewusstsein der Bevölkerung?
Oder erleben wir die Ruhe vor dem Sturm?
Die Jubelmeldungen der staatsaffinen Medien über das Comeback der deutschen Wirtschaft jedenfalls erscheinen angesichts des Ausverkaufs der Industrie grotesk. Artifizielle Staatsnachfrage schafft keine Werte. Ganz im Gegenteil: Sie zerstört produktive Bereiche der Wirtschaft durch massive Interventionen.
Mit dem Sondervermögen und den Bereichsausnahmen ergießen sich 60 zusätzliche Milliarden Euro weiterer Schulden über die deutsche Wirtschaft. Das entspricht rund 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – Staatsnachfrage, die dem Rüstungssektor hilft und die trockenlaufenden Kanäle der grünen Kunstökonomie flutet. Wohlstand wird so mit System zerstört.
Wie es unter der Oberfläche dieser politischen Camouflage tatsächlich aussieht, lässt sich in den hart getroffenen Industrieregionen Deutschlands am besten studieren. Blicken wir nach Baden-Württemberg, wo in wenigen Tagen die ersten Landtagswahlen 2026 stattfinden werden.
Bosch wird so zum Menetekel eines Landes, das seinen industriellen Rückbau organisiert – ein Sinnbild für die ideologisch-mentale Verirrung, für den verinnerlichten Degrowth, der darauf vorbereitet, den Verzicht zum gesellschaftlichen Imperativ zu erklären.
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