Von „roten Linien“ will Kanzler Friedrich Merz (CDU) nichts wissen, sagte er beim Besuch der SPD-Fraktion im Bundestag. Die Gewerkschaften, mit denen sich der Regierungschef am 10. Juni zum großen Austausch der „Sozialpartner“ und für die Vorbereitung der Reformen treffen will, juckt das nicht.
Völlig unbekümmert zeigt beispielsweise Verdi-Chef Frank Werneke dem Kanzler seine Grenzen auf: „Für uns gibt es rote Linien, ganz klar“, sagte er dem Handelsblatt und macht klar, dass der Protest auf die Straßen kommt, wenn es um Sozialabbau geht. Nahezu alles, was Merz und die Union reformieren wollen, steht demnach auf der roten Verdi-Liste: Einschränkungen des Streikrechts oder des Kündigungsschutzes wird Verdi nicht hinnehmen. „Absolute No-Gos sind auch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, eine Absenkung des Rentenniveaus und eine Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit allein per Direktionsrecht der Arbeitgeber.“
Verdi-Chef Frank Werneke
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